Safari 4beta – erster Eindruck.

Safari 4beta – erster Eindruck.

Was soll ich groß erzählen, das ist nicht nur der schönste, sondern jetzt auch der schnellste Browser der Welt: Safari 4 – vorläufig als Public Beta – ist da!

Der enorme Geschwindigkeitzuwachs ist vor allem wohl auf die neue JavaScript-Engine “Nitro” zurückzuführen. Die Damen und Herren von cnet.co.uk haben via SunSpider Benchmark Test herausgefunden wie schnell: atemberaubende 42 Mal schneller als der Internet Explorer 7 und 3,5 Mal schneller als Firefox am PC, am Mac immerhin 4 mal schneller als Firefox 3 und 7,5 mal schneller als Opera 9.6 beim Interpretieren von von JavaScript. Beeindruckende Zahlen.

Für mich ein erfreuliches neues weil lange vermisstes Feature ist, dass man nun endlich Tabs aus dem geöffneten Fenster ziehen kann und so ein neues Fenster erhält, allerdings musste ich mich erstmal an die Anordnung der Tabs oben am Browserfenster gewöhnen. Letzlich ist diese Anordnung aber schlüssig und konsequent, da dort auf jedem (!) Tab (soweit man nicht zu viele Tabs geöffnet hat) der vollständige Seitentitel steht. Neu ist auch die Möglichkeit, Lesezeichen und Verlauf in der aus iTunes bekannten Coverflow-Ansicht zu durchsuchen. Ideal für visuell orientierte Menschen wie mich.

Der Knaller ist für mich allerdings dieses Feature:

Safari merkt sich nicht nur die häufiger besuchten Seiten, der Browser zeigt mit einem Stern auch an, ob es auf den gemerkten Seiten etwas neues gibt seit dem letzten Besuch. Man kann die Auswahl der Topsites auch selber editieren: Im Edit-Modus kann man Webseiten aus einer Topliste entfernen oder sie darin fixieren, wenn man auf den Pin klickt. Die Kollegen von MacBug.de haben zudem herausgefunden, wie man eigene Seiten hinzufügt: die Adresse der gewünschten Seite in die Adresszeile schreiben und dann nicht Enter klicken, sondern die URL per Drag-and-drop auf die Liste ziehen. Nicht wirklich lebensnotwendig, aber schön – so macht das Ansurfen der Lieblingsseiten Spaß!

Hinweise, wie man den gewohnten Look von Safari, also den Ladebalken in der Adresszeile oder die hängenden Tabs wiederherstellen kann sowie einige versteckte Funktionen aktiviert, kann man im fscklog nachlesen.

Einige Wermutstropfen – wie bei einer Beta nicht anders zu erwarten – gibt es allerdings auch, Zitat macnews.de: “Die Lücke über den RSS-Feed hat der Hacker Tracer bereits leicht abgewandelt unter Safari 3 für Windows entdeckt. Sie ermöglicht eine Denial of Service-Attacke. Die auf der Seite angegebenen Beispiel-Links bringen auf dem Mac zuverlässig den PubSubAgent zum Absturz – dieser Prozess kümmert sich um die Synchronisation der RSS-Feeds mit .Mac/MobileMe.” Enttäuschend, denn es handelt sich um ein seit längerem dokumentiertes Sicherheitproblem.

Auch Programmierer, die mit Xcode 3 arbeiten und Safari 4 installiert haben, stellten fest, dass die Entwickler-Umgebung sich nicht mehr benutzen läßt, Apple hat hier aber bereits Abhilfe mit Xcode 3.1.2 geschaffen.

Ein weiteres Problem mit Safari 4 ergab sich just beim Schreiben dieses Posts, als ich den ersten Link setzen wollte, stellte ich fest, dass Safari 4 und WordPress nicht harmonieren, denn ich konnte den kompletten oberen Teil der Seite nicht mehr benutzen und mir blieb nur, den Tab zu schließen (danke an die Auto-Save-Funktion von WordPress!). Die gleiche Erfahrung haben auch andere User machen müssen.

User, die 1Password benutzen, sollten übrigens auf auf die aktuelle Version 2.9.9 updaten, denn die unterstützt Safari 4 bereits, am schnellsten installiert man sie über die Update-Funktion des Programmes. Auch Nutzer, die Saft installiert haben, können bereits die Version 11 downloaden, die allerdings einen reduzierten Leistungsumfang hat, was aber nur daran liegt, dass Safari immer mehr kann.

Fazit: Es ist noch Arbeit zu tun, aber der erste Gesamteindruck stimmt. Und man bekommt schon ein wenig eine Vorstellung, was uns bei Snow Leopard erwartet.