iPhone-Hype reloaded

iPhone-Hype reloaded

Oder muss es inzwischen rereloaded heissen? Denn kaum ein Tag vergeht, an dem es nicht wenigstens eine Meldung zum iPhone gibt. Inzwischen hat das iPhone einen Bekanntheitsgrad erreicht, wie vermutlich kein Mobiletelefon zuvor – vergleichbar nur noch mit dem Hype um andere Gadgets wie dem iPod aus eigenem Hause, dem Gameboy oder dem guten alten Walkman.

iPhone

Bild © by Apple Inc.


iPhone “Medienstar” beschäftigt Freund und Feind – und sogar die Parlamente. Beispielsweise das österreichische: Dort wird heftig diskutiert, weil Bundeskanzler Alfred Gusenbauer ein iPhone bereits vor dem offiziellen Start in Österreich besaß. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen.

t-mobile Deutschland indes zeigt wohl inzwischen ein Einsehen mit (Ex-) iPhone-Besitzern, denen ihr Lieblingsspielzeug gestohlen wurde, oder die es schlicht verloren haben – diese können mittlerweile ein Neues bekommen ohne einen weiteren Vertrag abschliessen zu müssen (lediglich den Kaufpreis müssen Sie nochmals erbringen). Vorsorglich weist t-mobile darauf hin, dass nur ein iPhone je Rufnummer über iTunes freigeschaltet werden kann. Darauf, dass ein Jailbreak inzwischen von jedem halbwegs talentierten Computer-Nutzer durchgeführt werden kann, muss ich wohl nicht hinweisen.

Ein wenig kurz kam mir im Vergleich zum Vorgenannten die Meldung, dass in naher Zukunft in Italien das iPhone kommen wird – wollen wir es iPhone 2.0 nennen? – das a.) UMTS an Bord hat und b.) keinerlei Bindung an einen bestimmten Provider! Lediglich während einer Karenz-Zeit von 3 Monaten soll das iPhone ausschließlich über TIM vertrieben werden. Was nichts anderes heißt, als dass Apple von seiner Politik der monatlichen Umsatz-Beteiligung bei nur einem Mobilfunk-Partner je Land abrückt und das iPhone nun endlich bei jedem Dienste-Anbieter oder vielleicht auch nur in Apple-Stores erhältlich sein wird.

Meines Erachtens höchste Zeit, dass Apple unter Steve Jobs’ Führung diesen Schritt tut, sind doch etwa ein Drittel aller verkauften iPhones über graue Märkte vertrieben worden und auch nicht über einen der Apple-Partner in Betrieb. Apples Vorgehen gegen graue Märkte scheint indes auch ein wenig halbherzig. Da kennt man die Mac-Company , wenn es um Verletzung ihrer Rechte geht, weit kampflustiger.

Ich glaube die Öffnung des iPhone für freie Programmierer durch das SDK, verbunden mit dem Angebot die entwickelte Software über Apple zu vertreiben, war der richtige Schritt. Letztlich hat Apple mit dem SDK auch sich die Möglichkeit eröffnet, über den Verkauf dieser iPhone-Software – und die damit verbundene Umsatzbeteiligung von 30 Prozent – der Verkaufsplattform iTunes ein weiteres Segment hinzuzufügen. Dieser neue Umsatzbringer könnte schnell die Lücke der monatlichen Umsatzbeteiligung bei den Mobilfunk-Anbietern schließen, die durch die genannten Grau-Verkäufe ohnehin hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

Wir bleiben gespannt!